Stelzen im Wattenmeer am Dollart, Ostfriesland, Landkreis Leer (Schwarz-weiß-bild).

Heilpraktiker für
Psychotherapie

Michael Alkemper

Psychotherapie & Online‑Beratung

Termine & Kontakt

Michael Alkemper
Heilpraktiker
(Psychotherapie)

B.A. Social-, Healthcare- and Education-Management
Staatlich anerkannter Ergotherapeut

Faldernstr. 1
26789 Leer

E-Mail: praxis@michaelalkemper.de
Telefon: 0491 79694739
Mobil: 0176 91408978

Rauhes Meer und Wolkenhimmel.

Honorar

Einzelsitzung

1 Sitzung: 65,00 € (Videokonferenz, Dauer: 50 Minuten)

Die Kosten für die Leistungen von Heilpraktikern sind nach § 4 Nr. 14 Umsatzsteuergesetz von der Umsatzsteuer befreit.
Bitte beachten Sie:
Die Therapiekosten für Heilpraktiker werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur in Ausnahmefällen übernommen.
Es gibt spezielle private Zusatzversicherungen, die je nach abgeschlossenem Vertrag, einen Teil oder die gesamten Kosten der Behandlung übernehmen. Dies gilt ebenfalls für die privaten Krankenversicherungen. Bitte klären Sie eine eventuelle Übernahme der Kosten für die Behandlung durch Ihre Krankenkasse vor Beginn der Behandlung.

Supervision

Die Kosten für die Supervision richten sich nach Ihrem individuellen Bedarf.

Weitere Informationen über Supervision und Fallsupervision in der psychosozialen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe finden Sie auf der folgenden Seite.

Vom Sinn und Unsinn der Psychotherapie

Steine im Wattenmeer bei Ditzum, Landkreis Leer, Ostfriesland (Schwarz-weiß-bild).

Menschen setzten sich jeden Tag mit dem auseinander, was das Leben für sie bereit hält. Sie sind zufrieden, glücklich, traurig, wütend, ängstlich oder desillusioniert - und das alles manchmal an einem Tag.

Obwohl das Leben für uns eine Fülle an Möglichkeiten bietet, überwiegen manchmal die negativ empfundenen Gefühle. Diese erzeugen bei den Betroffenen dann einen Leidensdruck, der sie im Alltag stark belastet. Die Gründe für diese negativ empfundenen Gefühle sind sehr individuell und es gibt kein Maß, wann die Belastungen noch erträglich sind und ab wann nicht mehr. Was die Eine kalt lässt, beeinträchtig den Anderen so stark, dass das Leben seine Qualität verliert.

Wann macht eine Psychotherapie Sinn?

Eine Psychotherapie ist sinnvoll, wenn der (Leidens-) Druck so groß wird, dass sich Ängste, Depressionen oder andere psychische Symptome entwickeln, die im Alltag belasten und einschränken.

Leid ist etwas sehr Persönliches. Menschen leiden an Situationen oder Personen, die ihr Leben beeinflussen. Oft ist in ihnen das (vermeintliche) Gefühl, daran nichts verändern zu können. Sie fühlen sich handlungsunfähig und den Umständen ausgeliefert. Hält das Leid lange an, entwickelten sie Kompetenzen, dieses Gefühl zu ertragen. Wenn der Druck des Leidens trotz allem immer größer wird, die eigenen Kompetenzen nicht mehr ausreichen, das gefühlte Leid zu bändigen, suchen viele Menschen Hilfe und Unterstützung. Manchmal auch wenn sie es einfach "leid sind" zu leiden, etwas verändern wollen und noch nicht genau wissen, was.

Psychotherapie ist Arbeit

Psychotherapie kostet Zeit, Geduld und Geld. Der psychologische Psychotherapeut oder Heilpraktiker für Psychotherapie bietet sein fachliches Wissen und

  • nimmt sich Zeit zuzuhören,
  • gibt Rückmeldungen und Reflexion,
  • zeigt Möglichkeiten auf
  • und bietet Raum für emotionale Entlastung.

Dies alles setzt voraus, dass sich zwischen Patienten und Psychotherapeut oder Heilpraktiker eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung entwickelt. Psychotherapie ist für alle Beteiligten in erster Linie Arbeit. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit ist anstrengend und führt meist nicht auf direktem Weg zu einem besseren Lebensgefühl, sondern erst im Verlauf der Therapie oder Beratung.

Erfolg ist individuell

Im Allgemeinen glauben Menschen, dass eine Psychotherapie erfolgreich ist, wenn sie dem Patienten geholfen hat. "Geholfen" haben soll sie, wenn es dem Patienten nach der Psychotherapie gut geht.

"Gut gehen" bedeutet für jeden Menschen etwas anderes und viele können (besonders zu Beginn einer Psychotherapie) nicht sagen, was "gut gehen" für sie persönlich bedeutet. Dann sprechen sie darüber, was aus dem eigenen Leben verschwinden soll, welche Begebenheiten, Menschen und Gefühle nicht mehr da sein sollen. Zu sagen, was stattdessen möchten, fällt viel schwerer. Hier unterstützt die Psychotherapie, den eigenen Blick zu verändern und Perspektiven zu entwickeln.

Die eigene Motivation bildet die Basis

Das Wichtigste für eine Psychotherapie ist die Motivation des Patienten. Sich mit der eigenen Persönlichkeit auseinanderzusetzen, unangenehme Emotionen als Teil seiner selbst zu akzeptieren und nicht zuletzt interessiert und neugierig auf das Leben zu sein, machen diese Motivation aus. Auch wenn die Stärke der Motivation im Verlauf der Psychotherapie schwankt, was ganz normal ist, bleibt sie die Basis für den gesamten Prozess.

Vom Unsinn der Psychotherapie

Der Beginn einer Psychotherapie bedeutet, Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Erleben in der Welt und die ehrliche Antwort auf die Fragen, weshalb die Dinge in meinem Leben so sind und was ich dazu beitrage, dass sie so sind und so bleiben, fällt oft nicht leicht.

Unsinnig wird die Psychotherapie bei Menschen, die in einem Muster von "Ich habe kein Einfluss auf mein Leben und bin den Umständen ausgeliefert" verharren wollen.

Viele genießen das Gespräch beim Heilpraktiker oder Psychotherapeuten. 50 Minuten in der Woche, in denen sie ihrem Ärger Luft machen können und keine Konsequenzen dafür erfahren. Frei über die Welt zu sprechen, die schlecht, gemein, benachteiligend und böse zu ihnen ist, wirkt entlastend. Dieser Prozess des Ausagierens ist im Verlauf der Therapie wichtig und unterstützt die Patienten, verinnerlichte Glaubenssätze zu hinterfragen und ggf. zu verändern. Es gibt Menschen, die in dem beharren wollen, was ist, auch wenn sie daran leiden. Das ist vollkommen okay. Sie wollen nichts verändern und sagen, sie können nichts verändern. Veränderung sind nicht gewünscht. Die Gründe sind vielfältig. Begonnen bei der Angst, die Veränderungen und Neues mit sich bringen bis hin zu der Akzeptanz "des kleineren Übels" und dem Verbleiben in der eigenen Komfortzone. Ängste vor Veränderungen können im therapeutischen Prozess bearbeitet werden und sich Mut und Lust auf Neues daraus entwickeln. Sich aufzuraffen und die eigene Komfortzone zu verlassen ist viel schwieriger.

Unsinnig ist eine Psychotherapie meist auch, wenn Menschen von anderen "geschickt" werden. Der Andere erfährt durch den Menschen einen Leidensdruck und hat gleichzeitig die Macht, den "leidauslösenden" Menschen zu einer Psychotherapie zu bewegen. Der "Geschickte" soll sich gefälligst ändern, damit der oder die Anderen weniger leiden. In diesem Fall sollte besser derjenige zur Psychotherapie kommen, der eigentlich den anderen schicken wollte. Leider werden heute oft immer noch die Schwächsten eines Systems stellvertretend für die "Leidenden" therapiert.


Pfeil nach oben